Freitag, 9. März 2018

Die deutschen Filmhochschulen schließen sich für mehr Gender-Gerechtigkeit zusammen


Bei der diesjährigen Berlinale haben sich die deutschen Filmhochschulen zu einschlägigen Maßnahmen für mehr Gender-Gerechtigkeit vor und hinter der Kamera verpflichtet.

 

Bei der Präsentation des Positionspapiers Gemeinsam für Gender-Gerechtigkeit im Rahmen eines Pressegesprächs am 20. Februar 2018 betonte Maria Furtwängler, Co-Gründerin der MaLisa Stiftung, dass sie sich freue, mit der Studie „Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland“ den Impuls dafür gegeben zu haben.

 

 

In der – in Europa bisher einzigartigen – Initiative haben sich die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), die Filmakademie Baden-Württemberg, die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, die Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), die ifs internationale filmschule köln und die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) zusammengeschlossen mit dem Ziel, ein Bewusstsein für die Geschlechterdarstellungen im Film zu schaffen, Frauen für das Filmbusiness stark zu machen und in den Hochschulstrukturen zu signalisieren: Hier wird geschlechtergerecht gedacht und gearbeitet!

 

 

Anschließend fand beim Berlinale Empfang der Filmhochschulen in der Diskussionsreihe „im Fokus“ ein Gespräch zum Thema „Wie steht es um die audiovisuelle Gender-Diversity in Deutschland?“ statt. Nach einer Keynote von Simone Stewens (Geschäftsführerin ifs internationale filmschule köln) diskutierten Maria Furtwängler, Christine Berg (Stellvertr. Vorstand / Leiterin Förderung FFA), Prof. Frank Döhmann (Kunsthochschule für Medien Köln) und Michael Lehmann (CEO Studio Hamburg Produktionsgruppe). Bei der Veranstaltung wurde auch der Clip “Sichtbar heißt machbar”, den die MaLisa Stiftung mit Unterstützung der UFA produziert hat, vorgestellt.

 

 

Abgerundet wurde der Tag mit einer Rede von Maria Furtwängler, Schirmfrau des diesjährigen Berlinale-Empfangs der Filmhochschulen, in der sie die Studierenden ermunterte, diverse Bilder und Geschichten ins Leben zu rufen und betonte, dass es dafür auch wichtig sei, die eigenen Geschlechterrollen-Bilder zu hinterfragen.

 

Dieser Tag, und vor allem das Positionspapier und die darin enthaltenen umfangreichen Selbstverpflichtungen, war ein starkes Signal der Filmhochschulen, als gute Vorbilder vorangehen zu wollen für mehr Gender-Gerechtigkeit in der Filmbranche. Die MaLisa Stiftung freut sich, Teil diesen wichtigen Fortschritts zu sein.